PMP-Zertifizierung: Lohnt sie sich in Deutschland?

Stellenanzeigen-Daten: Oktober 2026 · Redaktion: · Aktualisiert am

2,8 % der Stellenanzeigen für Projektmanager in Deutschland nennen PMP (106 von 3.738, Adzuna, Oktober 2026)

Die PMP-Zertifizierung (Project Management Professional) des Project Management Institute (PMI) lohnt sich vor allem für Fachkräfte, die seit einigen Jahren Projekte leiten. Am meisten bringt sie beim Wechsel zu international tätigen Konzernen, Beratungen oder in IT-Projekte. Für den Berufseinstieg ist sie nicht gedacht: Je nach Bildungsabschluss verlangt PMI zwei bis fünf Jahre Erfahrung in der Projektleitung, mit Bachelor drei.

In Deutschland taucht das PMP in 106 von 3.738 Anzeigen für Projektmanager auf (Adzuna, Oktober 2026). Zum Vergleich: In den USA sind es 24 % der Anzeigen für Projektmanager, in Großbritannien 6,9 %. Der Einstieg kostet 554 US-Dollar (rund 494 €) für Prüfung und PMI-Mitgliedschaft, ohne Mitgliedschaft 655 US-Dollar, jeweils zuzüglich Schulung. In der PMI-Gehaltsumfrage (13. Ausgabe, 2023) lag das Mediangehalt der PMP-Zertifizierten in Deutschland 27 % über dem der Befragten ohne PMP.

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Was Stellenanzeigen für Projektmanager in Deutschland nennen: Zertifizierungen und Kenntnisse
PMP steht in 2,8 % dieser Anzeigen; PRINCE2 liegt mit 4,8 % vorn.
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Was Stellenanzeigen für Projektmanager in Deutschland nennen: Zertifizierungen und Kenntnisse. Anteil der Stellenanzeigen, die den jeweiligen Eintrag nennen. Quelle: Adzuna-Stellenanzeigen, Oktober 2026.
EintragAnzeigenAnteil der Anzeigen
PRINCE21814,8 %
IPMA1774,7 %
PMP1062,8 %
GPM531,4 %
ITIL3434 von 3.738
PMI-ACP11 von 3.738

Lohnt sich PMP für Sie?

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Land

Selten genannt

2,8 % der Stellenanzeigen für Projektmanager in Deutschland nennen PMP (106 von 3.738 Anzeigen).

Meistgenannte Alternative
PRINCE2 4,8 %
Offizielle Prüfungsgebühr
405 USD Mitglied, 655 USD Quelle

Quelle: Adzuna-Stellenanzeigen, Oktober 2026.

Auf dieser Seite
  1. Was ist die PMP-Zertifizierung?
  2. Was Stellenanzeigen zeigen: Deutschland und andere Länder
  3. Ist die PMP-Zertifizierung in Deutschland anerkannt?
  4. PMP-Zertifizierung: Kosten für Prüfung, Mitgliedschaft und Verlängerung
  5. Voraussetzungen: Projekterfahrung und 35 Stunden Schulung
  6. Die PMP-Prüfung 2026: Ablauf, Sprache, Vorbereitung
  7. Gültigkeit der PMP-Zertifizierung und Rezertifizierung
  8. PMP-Zertifizierung und Gehalt
  9. PRINCE2 oder PMP, GPM oder IPMA?
  10. PMP-Zertifizierung und IHK: IHK-Zertifikat oder PMP?
  11. Ist die PMP-Zertifizierung sinnvoll? Für wen ja, für wen nicht
  12. Erfahrungen mit der PMP-Zertifizierung: was Prüflinge berichten
  13. So kommen Sie zur PMP-Zertifizierung: Schritt für Schritt
  14. Quellen und Stand

Was ist die PMP-Zertifizierung?

Das PMP ist eine Personenzertifizierung für die Leitung von Projekten. Sie bestätigt zweierlei: dass jemand mehrere Jahre Projekte geleitet hat und dass diese Person eine anspruchsvolle Prüfung zu klassischen, agilen und hybriden Vorgehensweisen bestanden hat. Herausgeber ist das Project Management Institute, ein Berufsverband mit Sitz in den USA. Nach eigenen Angaben gibt es weltweit mehr als 1,7 Millionen PMP-Zertifizierte.

Es gibt nur ein PMP, und nur PMI vergibt es. Schulungsanbieter, Akademien und auch IHK-Bildungszentren bereiten auf die Prüfung vor; wer mit einem „PMP-Abschluss“ oder einem „PMP-Zertifikat inklusive“ wirbt, meint die Vorbereitung, nicht die Zertifizierung selbst. PMI lässt das PMP vom American National Standards Institute (ANSI) nach der internationalen Norm ISO/IEC 17024 für Personenzertifizierungen akkreditieren.

Wer sich für den ganzen Beruf interessiert, nicht nur für das Zertifikat, findet Aufgaben und Kompetenzen auf der Seite zum Beruf Projektmanager.

Was Stellenanzeigen zeigen: Deutschland und andere Länder

Wir zählen monatlich, wie viele Stellenanzeigen für Projektmanager auf Adzuna eine bestimmte Zertifizierung nennen. Für Deutschland läuft die Suche über den Stellentitel „Projektmanager“ auf Adzuna Deutschland; gezählt wird, wie viele dieser Anzeigen das PMP, PRINCE2, das CAPM, IPMA und GPM nennen. GPM zählen wir nur in Deutschland; das Kürzel steht für das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement. Anzeigen, die nur den englischen Titel „Project Manager“ tragen, fallen bei dieser Suche heraus. Ebenso Anzeigen mit dem Titel „Projektleiter“; die Zählung erfasst also Stellen mit dem Titel Projektmanager, nicht alle Projektleitungen in Deutschland. Wie wir zählen, steht in der Methodik.

Was Deutschland zeigt. Das PMP taucht in 106 von 3.738 Anzeigen für Projektmanager auf (Adzuna, Oktober 2026). PRINCE2 steht in 181 von 3.738 Anzeigen. Ein Verweis auf IPMA findet sich in 177 von 3.738 Anzeigen. GPM erscheint in 53 von 3.738 Anzeigen. Das CAPM ist in 0 von 3.738 Anzeigen aufgeführt. Was andere Länder zeigen. Zur Einordnung der deutschen Zahl dienen die Werte anderer Länder:

  • USA: 24 % von 59.273 Anzeigen für Projektmanager nennen das PMP.
  • Indien: 24 % der Anzeigen nennen das PMP, Brasilien: 35 %, allerdings bei nur 281 Anzeigen.
  • Großbritannien: Das PMP steht in 6,9 % der Anzeigen, PRINCE2 in 14 %. In den USA steht PRINCE2 in 304 von 59.273 Anzeigen. Beide Zertifikate im direkten Vergleich: PRINCE2 oder PMP.
PMP in Stellenanzeigen für Projektmanager, nach Land
PMP wird in Brasilien am häufigsten genannt (35 %) und in Frankreich am seltensten (1,1 %).
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PMP in Stellenanzeigen für Projektmanager, nach Land. Anteil der Stellenanzeigen, die den jeweiligen Eintrag nennen. Quelle: Adzuna-Stellenanzeigen, Oktober 2026.
LandPMPAnzeigenAnteil der Anzeigen
Brasilien9828135 %
Indien5792.41324 %
Vereinigte Staaten14.18359.27324 %
Italien11697612 %
Mexiko76012 %
Spanien91277 %
Vereinigtes Königreich4306.2056,9 %
Polen193106 %
Deutschland1063.7382,8 %
Frankreich11310.5571,1 %

Die Grafik stellt für jedes Land den Anteil der Anzeigen für Projektmanager nebeneinander, die das PMP nennen. Der Wert für Brasilien beruht auf wenigen Anzeigen und ist deshalb unsicherer als die Werte für die USA, Indien oder Großbritannien.

Das britische Beispiel ist für Deutschland am lehrreichsten. Wo ein heimischer Standard verbreitet ist, teilen sich die Anzeigen auf: In Großbritannien ist es PRINCE2, das dort entwickelt wurde. In Deutschland gibt es mit GPM und IPMA ebenfalls ein etabliertes eigenes System. Im Ländervergleich steht der deutsche Wert neben diesen Beispielen.

Ist das PMP 2026 noch gefragt? In Deutschland steht das PMP in 2,8 % der Anzeigen für Projektmanager (Oktober 2026), in den USA in 24 % der Anzeigen, in Indien in 24 % der Anzeigen. Ob die Nachfrage wächst oder schrumpft, können wir erst sagen, wenn mehrere Monate vorliegen. Neben Zertifikaten nennen Anzeigen auch agile Arbeitsweisen. In den USA steht „agile“ in 12 % der Anzeigen für Projektmanager, in Großbritannien in 12 %.

Ist die PMP-Zertifizierung in Deutschland anerkannt?

Rechtlich ist das PMP weder ein Berufsabschluss noch ein staatlich anerkannter Abschluss. Es ist die Zertifizierung eines privaten Berufsverbands, so wie das GPM-Basiszertifikat, IPMA oder PRINCE2. Das ist kein Nachteil: Keines dieser Zertifikate ist staatlich anerkannt, und Arbeitgeber entscheiden selbst, welche sie verlangen oder als Plus werten.

Auf dem Arbeitsmarkt ist das PMP vor allem dort bekannt, wo international gearbeitet wird. Das sind internationale Konzerne, IT- und Unternehmensberatungen und Projekte mit Kunden außerhalb Deutschlands. Ein Hinweis auf die Verbreitung in Deutschland ist das PMI Germany Chapter e.V. Seit 2020 gibt es ein einziges Chapter für das ganze Bundesgebiet. Damals schlossen sich die Chapter Southern Germany, Frankfurt und Berlin/Brandenburg zusammen; heute zählt der Verein nach eigenen Angaben mehr als 3.300 Mitglieder, organisiert in Regionen mit lokalen Gruppen.

Ob das PMP „anerkannt“ im Sinne von „geschätzt“ ist, zeigt am verlässlichsten ein Blick in die Anzeigen der Unternehmen, die Sie konkret ansprechen.

PMP-Zertifizierung: Kosten für Prüfung, Mitgliedschaft und Verlängerung

PMI rechnet in US-Dollar ab. Einen Euro-Preis haben wir im PMI-Shop nicht gefunden; PMI weist darauf hin, dass Preise je nach Mitgliedschaft und Region abweichen können. Die Euro-Werte auf dieser Seite sind deshalb Umrechnungen zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 2. Oktober 2026 (1,1225 US-Dollar je Euro), gerundet.

Posten Betrag Quelle
Prüfung, PMI-Mitglied 405 US-Dollar (rund 361 €) PMI-Shop, Oktober 2026
Prüfung ohne Mitgliedschaft 655 US-Dollar (rund 584 €) PMI-Shop
PMI-Mitgliedschaft 139 US-Dollar im Jahr, im ersten Jahr plus 10 US-Dollar Aufnahmegebühr PMI-Shop
Schulung über 35 Stunden Kurs von PMI im Selbststudium: 699 US-Dollar (Mitglied) oder 799 US-Dollar (rund 623 € oder 712 €); andere Anbieter nach eigenem Preis PMI-Shop
Wiederholungsprüfung (2. und 3. Versuch) 275 US-Dollar (Mitglied) oder 375 US-Dollar PMI-Shop
Termin verschieben oder absagen, weniger als 30 Tage vorher 70 US-Dollar plus Steuern PMI-Handbuch
Weniger als 48 Stunden vor dem Termin keine Änderung möglich; wer nicht erscheint, verliert die volle Gebühr PMI-Handbuch
Verlängerung alle drei Jahre 60 PDU und Gebühr; den Betrag zeigt PMI erst bei der Verlängerung im eigenen Konto. Für das CAPM veröffentlicht PMI 60 US-Dollar (Mitglied) oder 150 US-Dollar, Anbieter nennen für das PMP dieselben Beträge PMI, Anbieter

Was es insgesamt kostet. Der günstigste Weg führt über den Kurs von PMI im Selbststudium: Mitgliedschaft im ersten Jahr (149 US-Dollar), Prüfung (405) und Kurs (699) kosten zusammen 1.253 US-Dollar. Umgerechnet zum Referenzkurs der EZB vom 2. Oktober 2026 sind das rund 1.116 €. Ohne Mitgliedschaft kosten Prüfung (655) und Kurs (799) zusammen 1.454 US-Dollar, umgerechnet rund 1.295 €. Ein deutschsprachiger Live-Lehrgang kostet mehr; das Beispiel im Abschnitt IHK-Zertifikat oder PMP liegt bei 2.190 €, ohne Prüfungsgebühr. Jeder weitere Prüfungsversuch kommt mit 275 oder 375 US-Dollar hinzu.

Lohnt sich die Mitgliedschaft? Mitglieder zahlen für die Prüfung 250 US-Dollar weniger. Das erste Jahr kostet 149 US-Dollar (Beitrag plus Aufnahmegebühr), die Mitgliedschaft rechnet sich also schon mit der Prüfung allein. Wichtig ist die Reihenfolge: Der Mitgliederpreis gilt nur, wenn die Mitgliedschaft schon vor der Zahlung der Prüfungsgebühr besteht. Mitglieder erhalten außerdem den PMBOK Guide kostenlos.

Fristen, die Geld kosten. Eine Erstattung lässt sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf beantragen, sofern die Prüfung in dieser Zeit nicht abgelegt wird; mit der Erstattung wird der Antrag geschlossen, und die Zulassung erlischt. Weniger als 48 Stunden vor dem Termin lässt er sich nicht mehr verschieben. Den Betrag in Euro legt Ihre Bank am Tag der Zahlung fest; die endgültige Summe zeigt der Warenkorb auf pmi.org.

Was die PMP-Zertifizierung kostet: Pflicht- und optionale Gebühren (USD)
Erst Mitglied zu werden kostet 554 USD (Mitgliedschaft 139 USD + Aufnahmegebühr 10 USD + Prüfung 405 USD), 101 USD weniger als die Prüfung ohne Mitgliedschaft (655 USD).
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Was die PMP-Zertifizierung kostet: Pflicht- und optionale Gebühren (USD). Quelle: pmi.org, geprüft am 3. Oktober 2026.
EintragGebühr
Erst PMI-Mitglied werden: Mitgliedschaft, 1 Jahr139 USD
Erst PMI-Mitglied werden: Aufnahmegebühr, Neumitglieder10 USD
Erst PMI-Mitglied werden: Prüfung, Mitgliederpreis405 USD
Erst PMI-Mitglied werden: Verlängerung, alle 3 Jahre*60 USD
Erst PMI-Mitglied werden: Offizieller Vorbereitungskurs (optional)699 USD
Erst PMI-Mitglied werden: Eine Wiederholung (optional)275 USD
Ohne Mitgliedschaft: Prüfung655 USD
Ohne Mitgliedschaft: Verlängerung, alle 3 Jahre*150 USD
Ohne Mitgliedschaft: Offizieller Vorbereitungskurs (optional)799 USD
Ohne Mitgliedschaft: Eine Wiederholung (optional)375 USD

Bildungsgutschein und Förderung durch den Arbeitgeber

Für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohte kann die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung mit einem Bildungsgutschein fördern. Seit dem 1. Januar 2025 entscheidet sie auch für Menschen, die vom Jobcenter betreut werden. Ob Sie einen Gutschein erhalten, klärt die Agentur im Einzelfall in einem Beratungsgespräch. Zwei Bedingungen nennt sie ausdrücklich: Die Weiterbildung muss notwendig sein, um die Arbeitslosigkeit zu beenden oder abzuwenden. Und Bildungsträger und Kurs müssen von einer fachkundigen Stelle zugelassen sein, also nach AZAV, der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung.

Für das PMP heißt das konkret:

  • Gefördert wird der Kurs, die Erfahrung bleibt Voraussetzung. Auch mit Bildungsgutschein lässt PMI nur zur Prüfung zu, wer die geforderten Jahre Projektleitung nachweist. Für Menschen ohne diese Erfahrung ist eine geförderte PMP-Vorbereitung deshalb keine Abkürzung.
  • Prüfungsgebühren können dazugehören. Unter den Kosten, die übernommen werden können, nennt die Agentur neben Lehrgangsgebühren und Lernmitteln auch Prüfungsgebühren. Welche Kosten im Einzelfall übernommen werden, klärt die Beratung. Manche Kurse rechnen die PMI-Prüfung ausdrücklich nicht ein. Fragen Sie den Bildungsträger, ob die PMI-Gebühr im Kurspreis steckt und wer sie bei PMI bezahlt; der Mitgliederpreis gilt nur, wenn die Mitgliedschaft vor der Zahlung besteht.
  • Kurse gibt es. Die Weiterbildungssuche „mein NOW“ der Bundesagentur listete am 3. Oktober 2026 zum Stichwort PMP 297 Angebote; ein Teil davon stammt von derselben Anbietergruppe. Ob ein bestimmter Kurs zugelassen ist, fragen Sie vor der Anmeldung beim Anbieter und in der Beratung nach.

Für Beschäftigte gibt es eine eigene Weiterbildungsförderung der Agentur für Arbeit. Sie ist nach Angaben der Agentur nur in Absprache mit dem Betrieb möglich. Bevor Sie privat zahlen, lohnt die Frage, ob der Arbeitgeber Kurs oder Prüfung übernimmt. Alle Bedingungen und Schritte stehen im Ratgeber zum Bildungsgutschein.

Wer selbst zahlt. Kosten für eine Fortbildung im bereits erlernten Beruf, etwa Kurs, Prüfungsgebühr und Lernmaterial, sind nach den Lohnsteuer-Richtlinien Werbungskosten (§ 9 EStG). Sie mindern das zu versteuernde Einkommen, allerdings nur, soweit alle Werbungskosten eines Jahres zusammen den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € übersteigen. Beiträge zu Berufsverbänden nennt das Gesetz ebenfalls als Werbungskosten; ob das für die PMI-Mitgliedschaft gilt, ist damit nicht entschieden. Was in Ihrem Fall absetzbar ist, klären ein Lohnsteuerhilfeverein, eine Steuerberatung oder das Finanzamt.

Bildungsurlaub. Ob Sie für einen Kurs bezahlt freigestellt werden, regelt jedes Bundesland selbst. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es im Oktober 2026 in allen Ländern außer Bayern und Sachsen; Sachsen führt ihn zum 1. Januar 2027 ein, mit drei Arbeitstagen im Jahr. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel sind es fünf Arbeitstage im Kalenderjahr, und der Kurs muss als Bildungsveranstaltung anerkannt sein. Fragen Sie den Anbieter, ob der Live-Kurs in Ihrem Bundesland als Bildungsurlaub anerkannt ist.

Voraussetzungen: Projekterfahrung und 35 Stunden Schulung

PMI verlangt eine der folgenden Kombinationen aus Bildungsabschluss und Erfahrung in der Leitung von Projekten. Gezählt werden die letzten zehn Jahre, und Projekte, die sich zeitlich überschneiden, zählen nicht doppelt.

Bildungsabschluss Erfahrung in der Projektleitung
Sekundarabschluss (Schulabschluss) 5 Jahre
Berufsbildender Abschluss oder Associate's Degree (EQR-Niveau 5) 4 Jahre
Bachelor oder höher 3 Jahre
Studium mit PMI-Akkreditierung (GAC) 2 Jahre

Der Stellentitel spielt keine Rolle. PMI verlangt den Nachweis, dass Sie Projekte geleitet und gesteuert haben, nicht eine Stelle mit dem Titel Projektmanager. Auch wer als Teamleitung, im Controlling oder in der IT Projekte oder Teilprojekte verantwortet hat, kann zugelassen werden. Im Antrag zählen die Leitungsaufgaben: planen, das Team koordinieren, Termine und Kosten steuern, Risiken und Beteiligte managen. Routinearbeit, rein administrative Aufgaben und Projekte aus Schule oder Studium zählen nicht. Bezahlt muss die Arbeit nicht gewesen sein, beruflich aber schon.

Ohne Projekterfahrung geht es noch nicht. Diese Frage stellen Menschen, die über das PMP den Quereinstieg suchen. Wer die Jahre noch nicht hat, sammelt sie zuerst, etwa in der Projektassistenz, in der Projektkoordination oder in einem Projektbüro (PMO), und dokumentiert jedes Projekt mit Zeitraum, Rolle und Ergebnis. Wege in den Beruf beschreibt der Ratgeber zum Quereinstieg ins Projektmanagement.

35 Stunden Schulung brauchen alle. Es zählen Kurse im Selbststudium mit Abschlusstest von jedem Anbieter, Kurse mit Lehrkraft und ein gültiges CAPM. Ab dem 1. Dezember 2026 zählen Live-Kurse (vor Ort oder online mit Lehrkraft) nur noch, wenn ein Authorized Training Partner (ATP) von PMI oder ein akkreditiertes Studienprogramm sie anbietet. Schulungen, die vor diesem Datum abgeschlossen sind, bleiben gültig. Wer einen Live-Kurs bucht, der danach endet, prüft vorher, ob der Anbieter im ATP-Verzeichnis von PMI steht.

Audit. PMI prüft einen Teil der Anträge stichprobenartig. Dann bleiben 90 Tage, um Zeugnisse, Bestätigungen von Vorgesetzten und Kursnachweise einzureichen; das Audit dauert laut PMI etwa fünf bis sieben Werktage. Nach der Zulassung haben Sie ein Jahr Zeit und bis zu drei Versuche.

Weg zur PMP-Zertifizierung: Voraussetzungen, Prüfung, Verlängerung
Vor der PMP-Prüfung brauchen Sie 2–5 Jahre Berufserfahrung und 35 Stunden Schulung; danach 60 PDU alle 3 Jahre.
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Weg zur PMP-Zertifizierung: Voraussetzungen, Prüfung, Verlängerung. Quelle: pmi.org, geprüft am 3. Oktober 2026.
Eintrag
1. Erfahrung2–5 Jahre Berufserfahrung (je nach Abschluss)
2. Schulung35 Stunden Schulung
3. Prüfung180 Fragen, 240 Minuten
4. Zertifiziert3 Jahre gültig
5. Verlängerung60 PDU alle 3 Jahre

Die PMP-Prüfung 2026: Ablauf, Sprache, Vorbereitung

Die Prüfung hat 180 Fragen, davon 10 unbewertete Testfragen, und dauert 240 Minuten mit zwei Pausen von je 10 Minuten. Abgelegt wird sie in einem Testzentrum von Pearson VUE, das PMI empfiehlt, oder online unter Aufsicht per Webcam. Neben Multiple-Choice-Fragen mit einer oder mehreren richtigen Antworten gibt es Zuordnungsaufgaben (Drag-and-Drop) und praktische Aufgaben mit Werkzeugen, Daten und Fallstudien.

Seit Juli 2026 gilt eine neue Prüfung. Die Gewichtung: Menschen (People) 33 %, Prozesse 41 %, geschäftliches Umfeld (Business Environment) 26 %. Vorher hatte das geschäftliche Umfeld nur 8 %. Neu sind Szenarien zu künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit und dem Umgang mit Beteiligten. Wer mit älteren Unterlagen lernt, gleicht sie mit dem aktuellen Prüfungsinhalt (Examination Content Outline) ab. Wer schon zertifiziert ist, muss nichts nachholen.

Auf Deutsch, mit Englisch auf Knopfdruck. Deutsch ist eine der 15 Prüfungssprachen. Laut PMI-Handbuch zeigt bei der übersetzten Prüfung eine Schaltfläche zu jeder Frage den englischen Text. Die Sprache wird bei der Terminbuchung festgelegt und lässt sich für einen gebuchten Termin nicht mehr ändern. Wer mit englischen Unterlagen lernt, wägt ab: Die englischen Begriffe sind vertraut, das Hin- und Herschalten kostet aber Zeit.

Wie schwer ist die Prüfung, und wann ist man bereit? PMI veröffentlicht weder eine Bestehensquote noch eine Punktzahl, ab der man besteht; Prozentangaben auf anderen Websites sind Schätzungen. Fast alle Fragen beschreiben eine Situation: Ein Projekt hat ein Problem, gefragt ist die beste nächste Handlung im Sinne von PMI. Das ist nicht immer das, was im eigenen Unternehmen üblich ist. Deshalb sind Übungsprüfungen mit solchen Fragen die wichtigste Vorbereitung. Einen offiziellen Richtwert, ab welchem Ergebnis in Übungsprüfungen man bereit ist, gibt es nicht. Aussagekräftiger als ein einzelner Wert ist, ob die Ergebnisse über mehrere vollständige Übungsprüfungen steigen und ob Sie die Begründung falscher Antworten nachvollziehen. In Berichten auf Reddit taucht als Maßstab am häufigsten Study Hall auf, die Übungsplattform von PMI.

Wie lange lernen? Eine offizielle Angabe gibt es nicht. In den Reddit-Beiträgen, die wir ausgewertet haben, nennen 20 Personen eine Lernzeit in Wochen: im Median drei Wochen, die mittlere Hälfte zwei bis gut drei Wochen. 15 Personen nennen Monate: im Median zweieinhalb Monate, die mittlere Hälfte eineinhalb bis dreieinhalb Monate. Das sind Selbstauskünfte von Menschen, die bereits Projekte leiten und nach bestandener Prüfung darüber schreiben. Wer berufsbegleitend lernt oder agile Methoden kaum kennt, plant eher mit Monaten als mit Wochen.

Nicht bestanden? Innerhalb des Zulassungsjahres sind zwei weitere Versuche möglich, zu 275 oder 375 US-Dollar. Seit Juli 2026 gilt dabei der neue Prüfungsinhalt; wer mit älteren Unterlagen gelernt hat, prüft zuerst, ob sie ihn abdecken.

PMP-Prüfungsformat im Überblick
Die PMP-Prüfung sieht 240 Minuten für 180 Fragen vor: etwa 1,3 Minuten pro Frage.
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PMP-Prüfungsformat im Überblick. Quelle: pmi.org, geprüft am 3. Oktober 2026.
EintragPMP
Fragen180 Fragen
Prüfungszeit240 Minuten (4 Std.)
Bestehensgrenzevon PMI nicht veröffentlicht
FormatMultiple Choice, Drag-and-Drop, Fallstudien, praktische Prüfung
Sprachen15 Sprachen
PrüfungsortTestcenter · online mit Aufsicht

Gültigkeit der PMP-Zertifizierung und Rezertifizierung

Die PMP-Zertifizierung gilt drei Jahre. Um sie zu verlängern, sammeln Sie in jedem Zyklus 60 PDU, wobei eine PDU einer Stunde entspricht. Mindestens 35 müssen aus Weiterbildung stammen, höchstens 25 aus Engagement für den Beruf, etwa Ehrenamt, Vorträge oder eigene Fachbeiträge. Dazu kommt die Verlängerungsgebühr.

Wer die Frist verpasst, wird für ein Jahr gesperrt und darf die Bezeichnung in dieser Zeit nicht führen. Danach erlischt die Zertifizierung; zurück geht es nur mit neuem Antrag, neuer Gebühr und neuer Prüfung. Auch Veranstaltungen des PMI Germany Chapter, Online-Kurse und Fachliteratur werden als PDU angerechnet.

Zum Vergleich: IPMA-Zertifikate gelten in Deutschland fünf Jahre, PRINCE2 7 muss alle drei Jahre mit 60 CPD-Punkten verlängert werden. Das GPM-Basiszertifikat lässt sich nicht verlängern; nach Ablauf wird die Prüfung neu abgelegt, vorher ist der Aufstieg zu IPMA Level D möglich.

Wo PMP unter den Zertifizierungen für Projektmanagement steht
PMP liegt auf der Stufe „Erfahren“ (verlangt: 2 Jahre Berufserfahrung auf dem kürzesten Weg (2–5 Jahre, je nach Abschluss)).
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Wo PMP unter den Zertifizierungen für Projektmanagement steht. Quelle: Anforderungen der Anbieter in unseren Faktendateien, geprüft am 3. Oktober 2026.
StufeZertifizierungErfahrungVorher genannt
EinstiegCAPMkeine Berufserfahrung verlangt–
EinstiegGoogle Project Managementkeine Berufserfahrung verlangt–
EinstiegGPMkeine Berufserfahrung verlangt–
ErfahrenPMI-ACPverlangt: 1 Jahr Berufserfahrung auf dem kürzesten Weg (1–2 Jahre, je nach Weg)–
ErfahrenPMI-RMPverlangt: 1 Jahr Berufserfahrung auf dem kürzesten Weg (1–3 Jahre, je nach Abschluss)–
ErfahrenPMPverlangt: 2 Jahre Berufserfahrung auf dem kürzesten Weg (2–5 Jahre, je nach Abschluss)CAPM
ErfahrenAPM PMQempfohlen: 2 Jahre Berufserfahrung–

PMP-Zertifizierung und Gehalt

Gehälter erfassen wir in den Stellenanzeigen nicht. Die bekannteste Quelle mit Zahlen für Deutschland ist die Gehaltsumfrage von PMI. In der 13. Ausgabe (2023) lag das Mediangehalt der 1.260 Befragten aus Deutschland bei 99.512 US-Dollar. PMI hat die Werte in US-Dollar umgerechnet; die öffentliche Zusammenfassung nennt keine Euro-Beträge. Ein Rückrechnen zum heutigen Kurs ergäbe nicht die ursprünglichen Gehälter, deshalb bleiben die Werte hier in US-Dollar.

Land Median mit PMP Median ohne PMP Unterschied
Deutschland 103.934 US-Dollar 82.109 US-Dollar 27 %
Großbritannien 94.216 US-Dollar 75.423 US-Dollar 25 %
Frankreich 70.411 US-Dollar 57.496 US-Dollar 22 %
USA 130.000 US-Dollar 90.000 US-Dollar 44 %

Quelle: PMI, Earning Power, 13. Ausgabe (2023), öffentliche Zusammenfassung. Für die 14. Ausgabe befragte PMI im März und April 2025 insgesamt 14.628 Menschen in 21 Ländern. Dort liegt das Mediangehalt mit PMP im Durchschnitt der Länder 17 % höher; Werte für Deutschland nennt die Pressemitteilung nicht.

Drei Einschränkungen gehören zu diesen Zahlen. Erstens beantworten die Umfrage vor allem Menschen aus dem Umfeld von PMI. Zweitens vergleicht sie verschiedene Personen, nicht dieselbe Person vor und nach der Prüfung: Wer das PMP hat, bringt womöglich auch mehr Berufsjahre mit, und das könnte einen Teil des Abstands erklären. Drittens bewerten die Befragten in Deutschland das PMP zurückhaltender als in den USA. 47 % von 971 Befragten nannten es äußerst oder sehr wertvoll für ihre Laufbahn (USA: 55 %). Nur 24 % von 1.066 meinten, es habe wesentlich zu ihrem Gehaltsanstieg beigetragen (USA: 45 %). Wer das PMP für eine Gehaltserhöhung erwirbt, rechnet also besser mit einem Wechsel des Arbeitgebers als mit einem Automatismus.

PRINCE2 oder PMP, GPM oder IPMA?

In Deutschland konkurriert das PMP mit drei verbreiteten Alternativen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Erfahrung sie voraussetzen und wie sie prüfen.

PMP GPM-Basiszertifikat IPMA Level D PRINCE2 7 Foundation
Herausgeber PMI (USA) GPM, Zertifizierung durch PM-ZERT IPMA, in Deutschland über GPM/PM-ZERT PeopleCert (AXELOS)
Projekterfahrung 2 bis 5 Jahre, je nach Abschluss keine keine keine
Prüfung 180 Fragen, 240 Minuten schriftlich, 90 Minuten zwei schriftliche Prüfungen von je 90 Minuten oder eine plus Report (25 Seiten); mit Basiszertifikat nur eine 60 Fragen, 60 Minuten
Gebühr 405 oder 655 US-Dollar 225 € netto (Mitglieder 202,50 €) 699 € netto (Mitglieder 630 €) 650 € inkl. MwSt. (Prüfungspaket)
Gültigkeit 3 Jahre, 60 PDU keine Verlängerung, Aufstieg zu Level D möglich 5 Jahre 3 Jahre, 60 CPD-Punkte

GPM und IPMA sind das deutsche Gegenstück. Die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement ist der deutsche Mitgliedsverband der IPMA. Das Stufenmodell der GPM beginnt mit dem Basiszertifikat, das ohne Vorerfahrung erreichbar ist; nach Angaben von PM-ZERT hatten es bis Ende 2024 mehr als 38.000 Menschen erworben. Darauf folgen IPMA Level D bis A. Auch für Level D setzt PM-ZERT keine Projekterfahrung voraus; bis Ende 2024 hatten es nach eigenen Angaben 68.464 Menschen erhalten. Einzelheiten stehen auf den Seiten zum GPM-Zertifikat und zur IPMA-Zertifizierung, den direkten Vergleich zeigen GPM oder PMP und IPMA oder PMP.

PRINCE2 ist eine Methode, das PMP ein Erfahrungsnachweis. PRINCE2 prüft eine konkrete Projektmethode mit Rollen, Phasen und Dokumenten; das Foundation-Level setzt keine Erfahrung voraus. Wer schon das PMP hat, kann direkt zum PRINCE2 Practitioner gehen, denn PeopleCert akzeptiert das PMP als Voraussetzung. Mehr dazu auf der Seite zur PRINCE2-Zertifizierung.

Was spricht für welches? Für eine internationale Laufbahn, US-Konzerne und Beratungen mit globalen Kunden spricht das PMP. Für den Einstieg ohne Erfahrung und für Arbeitgeber, die das deutsche System kennen, spricht das GPM-Basiszertifikat oder IPMA Level D. Für Organisationen, die nach PRINCE2 arbeiten, etwa solche mit britischem Bezug, spricht PRINCE2. In Deutschland ist das PMP in 2,8 % der Anzeigen für Projektmanager aufgeführt (Oktober 2026). PRINCE2 steht in 181 von 3.738 Anzeigen. Ein Verweis auf IPMA findet sich in 177 von 3.738 Anzeigen. Das Kürzel GPM taucht in 53 von 3.738 Anzeigen auf. Einen Überblick über alle Zertifizierungen des Fachgebiets bietet der Bereich Projektmanagement.

PMP oder PRINCE2: Anteil der Anzeigen für Projektmanager, die sie nennen
PRINCE2 wird in 3 von 8 Ländern mit genug Anzeigen häufiger genannt als PMP (im Vereinigten Königreich, in Deutschland, in Polen).
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PMP oder PRINCE2: Anteil der Anzeigen für Projektmanager, die sie nennen. Anteil der Stellenanzeigen, die den jeweiligen Eintrag nennen. Quelle: Adzuna-Stellenanzeigen, Oktober 2026.
LandPMPPRINCE2
Brasilien35 %8 %
Indien24 %8,6 %
Vereinigte Staaten24 %304 von 59.273
Vereinigtes Königreich6,9 %14 %
Italien12 %8 %
Polen6 %12 %
Mexiko12 %0 von 60
Spanien7 %2 %
Deutschland2,8 %4,8 %
Frankreich1,1 %93 von 10.557

PMP-Zertifizierung und IHK: IHK-Zertifikat oder PMP?

Eine PMP-Zertifizierung der IHK gibt es nicht; das PMP vergibt nur PMI. IHK-Bildungszentren bieten eigene Zertifikatslehrgänge an, zum Beispiel „Projektmanager (IHK)“, und teils Lehrgänge, die zusätzlich auf die PMP-Prüfung vorbereiten. Zwei Beispiele aus dem Angebot des Bildungszentrums der IHK Heilbronn-Franken:

  • Projektmanager (IHK), online: 64 Unterrichtsstunden, 1.900 €. Für das Zertifikat sind 80 % Anwesenheit und ein bestandener Abschlusstest nötig.
  • Projektleiter (IHK) mit PMP-Vorbereitung, online: 102 Unterrichtsstunden, 2.190 €. Laut Anbieter ist die PMP-Prüfung nicht Teil des Lehrgangs; sie wird separat bei Pearson VUE gebucht, und die Prüfungsgebühr ist nicht im Kurspreis enthalten.

Ein IHK-Zertifikat bescheinigt einen Lehrgang mit Abschlusstest der jeweiligen IHK. Es ist kein Berufsabschluss und keine Fortbildungsprüfung nach Berufsbildungsgesetz, aber die Marke IHK ist Arbeitgebern in Deutschland vertraut. Das PMP dagegen setzt geprüfte Berufserfahrung voraus und ist international bekannt.

IHK-Zertifikat oder PMP? Wer noch keine mehrjährige Projektleitung nachweisen kann, hat die Wahl gar nicht: Dann kommen ein IHK-Lehrgang, das GPM-Basiszertifikat oder das CAPM infrage. Wer die Erfahrung hat und international arbeiten will, ist mit dem PMP besser bedient. Ein IHK-Lehrgang mit PMP-Vorbereitung kann beides verbinden. Ab dem 1. Dezember 2026 gilt dabei die ATP-Regel: Damit ein Live-Kurs auf die geforderten 35 Stunden Schulung angerechnet wird, muss der Anbieter als Authorized Training Partner bei PMI gelistet sein. Was ein IHK-Zertifikat wert ist, erklärt der Ratgeber IHK-Zertifikat.

Ist die PMP-Zertifizierung sinnvoll? Für wen ja, für wen nicht

Sinnvoll, wenn Sie bereits Projekte leiten und wechseln wollen. Das PMP macht vorhandene Erfahrung sichtbar und vergleichbar. Am meisten bringt es bei Bewerbungen in international tätigen Unternehmen, in Beratungen und in IT-Projekten, in denen Kunden oder Muttergesellschaften PMI-Begriffe verwenden. Die Gehaltsumfrage von PMI zeigt für Deutschland einen Abstand von 27 % zugunsten der Zertifizierten, mit den genannten Einschränkungen.

Sinnvoll, wenn Ihr Arbeitgeber es verlangt oder bezahlt. Dann ist die Rechnung einfach: Prüfung, Mitgliedschaft und Kurs trägt der Betrieb, die Lernzeit bleibt bei Ihnen.

Noch nicht, wenn Sie neu im Projektmanagement sind. Ohne die geforderten Jahre Projektleitung lässt PMI nicht zur Prüfung zu. Für den Anfang passen das GPM-Basiszertifikat, ein IHK-Lehrgang oder das CAPM; parallel sammeln Sie dokumentierte Projekterfahrung.

Eher nicht, wenn Sie rein agil arbeiten. In Softwareteams mit Scrum verlangen Anzeigen eher Erfahrung mit agilen Methoden oder eine Scrum-Zertifizierung. Dann ist die Scrum-Master-Zertifizierung der näherliegende Schritt.

Eher nicht, wenn Ihr Umfeld nur GPM und IPMA kennt und Sie bleiben wollen. In Unternehmen, die nach dem deutschen Modell arbeiten, kann IPMA die passendere Wahl sein. Bei 554 US-Dollar plus Kurs und mehreren Wochen Lernzeit lohnt sich das PMP vor allem, wenn ein Wechsel ansteht.

Master oder PMP? Ein Masterstudium im Projektmanagement ersetzt die Erfahrung nicht, die PMI verlangt. Ein Studiengang mit PMI-Akkreditierung (GAC) senkt sie aber von drei auf zwei Jahre. Wer schon einige Jahre Projekte leitet, erreicht mit dem PMP schneller und günstiger einen anerkannten Nachweis; wer am Anfang steht und ohnehin studieren will, kann beides verbinden. Belastbare Daten dazu, was sich davon bei der Bewerbung mehr auszahlt, haben wir nicht.

Brauche ich das PMP überhaupt? Für die Arbeit selbst nicht: Projekte lassen sich auch ohne Zertifikat erfolgreich leiten. Ob es für die nächste Stelle nötig ist, verraten die Anzeigen dieser Stelle. Jemand, der Projektleitungen einstellt, schreibt auf Reddit, Zertifizierungen würden verlangt, weil sie zeigten, dass jemand den Beruf ernst nimmt (Kommentar in r/PMCareers).

Passt die PMP zu Ihnen? Ein Check mit zwei Fragen
Die PMP-Prüfung verlangt 2–5 Jahre Berufserfahrung und 35 Stunden Schulung; bis dahin bietet sich CAPM an.
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Passt die PMP zu Ihnen? Ein Check mit zwei Fragen. Quelle: pmi.org, geprüft am 3. Oktober 2026.
Eintrag
Haben Sie die geforderte Berufserfahrung (2 bis 5 Jahre)?Nein: Noch nicht. Sehen Sie sich zuerst CAPM (Certified Associate in Project Management) an, später die PMP, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen.
Haben Sie 35 Stunden Schulung absolviert, oder schaffen Sie das vor der Anmeldung?Nein: Absolvieren Sie zuerst die geforderten 35 Stunden Schulung und melden Sie sich dann an.
JaMelden Sie sich zur PMP-Prüfung an (Pflichtgebühren: 554 USD–655 USD).

Erfahrungen mit der PMP-Zertifizierung: was Prüflinge berichten

Wir haben Beiträge aus den Reddit-Foren r/pmp und r/PMCareers ausgewertet, fast alle auf Englisch. Aus Deutschland stammen darin vor allem Fragen, die Menschen vor der Entscheidung stellen:

  • Prüfung auf Deutsch oder auf Englisch? Jemand, der mit englischen Kursen lernt, fragt, ob die Prüfung auf Deutsch sinnvoll ist, wenn alle Begriffe auf Englisch gelernt wurden (Beitrag in r/pmp, Oktober 2026). Die Schaltfläche mit dem englischen Text ist genau für diesen Fall gedacht.
  • Vom CAPM zum PMP. Ein deutschsprachiger Beitrag beschreibt den typischen Weg: erst das CAPM, dann drei Jahre Erfahrung in der Projektleitung. Gefragt wird nach Übungssimulatoren und danach, ob jemand die Prüfung auf Deutsch abgelegt hat (Beitrag in r/pmp, Juli 2026).
  • PMI oder IPMA? Die Frage, welche Zertifizierung in Deutschland besser ist, taucht regelmäßig auf (Beitrag in r/PMCareers, Juli 2026). Eine allgemeine Antwort gibt es nicht; worin sie sich unterscheiden, zeigt der Vergleich PRINCE2 oder PMP, GPM oder IPMA.

In den englischsprachigen Berichten über bestandene Prüfungen wiederholen sich drei Ratschläge. Erstens mit Übungsfragen im Stil der echten Prüfung lernen. Zweitens die Denkweise von PMI üben statt der eigenen Firmenpraxis. Drittens agile Methoden ernst nehmen, denn die Prüfung fragt sie ausführlich ab. Das sind Einzelstimmen von Menschen, die bestanden haben und darüber schreiben, keine repräsentative Umfrage.

So kommen Sie zur PMP-Zertifizierung: Schritt für Schritt

  1. Erfahrung prüfen. Alle Projekte der letzten zehn Jahre mit Zeitraum, Rolle, Leitungsaufgaben und Ergebnis auflisten und mit den Voraussetzungen abgleichen.
  2. 35 Stunden Schulung abschließen. Bei Live-Kursen, die nach dem 1. Dezember 2026 enden, auf einen Authorized Training Partner achten. Bei Förderwunsch vorher mit der Agentur für Arbeit oder dem Arbeitgeber sprechen.
  3. Über die Mitgliedschaft entscheiden. Wenn ja, vor der Zahlung der Prüfung beitreten.
  4. Antrag auf pmi.org stellen. Jedes Projekt einzeln beschreiben. Bei einem Audit bleiben 90 Tage für die Nachweise.
  5. Prüfung bezahlen und buchen. Sprache, Testzentrum oder Online-Prüfung wählen; ab Zulassung bleiben ein Jahr und drei Versuche.
  6. Lernen mit dem Prüfungsinhalt von 2026 und Übungsprüfungen; das PMI Germany Chapter bietet eine Study Group für Fragen.
  7. Zertifizierung erhalten und in drei Jahren 60 PDU sammeln.

Quellen und Stand

Geprüft am 3. Oktober 2026. Die Zahlen aus Stellenanzeigen werden monatlich aktualisiert.

Häufige Fragen

Was kostet die PMP-Zertifizierung in Euro?

PMI rechnet in US-Dollar ab; einen Euro-Preis haben wir im PMI-Shop nicht gefunden. Die Prüfung kostet 405 US-Dollar für Mitglieder und 655 US-Dollar ohne Mitgliedschaft. Zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 2. Oktober 2026 (1,1225 US-Dollar je Euro) sind das rund 361 € und rund 584 €. Mit Mitgliedschaft (139 US-Dollar im Jahr plus 10 US-Dollar Aufnahmegebühr) liegt der Einstieg bei 554 US-Dollar, rund 494 €. Dazu kommt die Schulung über 35 Stunden. Den Betrag in Euro legt Ihre Bank am Tag der Zahlung fest.

Kann man die PMP-Prüfung auf Deutsch ablegen?

Ja. Deutsch gehört zu den 15 Prüfungssprachen. Laut PMI-Handbuch zeigt eine Schaltfläche bei jeder Frage auf Wunsch den englischen Originaltext. Die Sprache wählen Sie bei der Terminbuchung; für einen bestehenden Termin kann PMI sie nicht mehr ändern.

Wie schwer ist die PMP-Prüfung?

PMI veröffentlicht weder eine Bestehensquote noch eine Punktzahl, ab der man besteht. Die Prüfung hat 180 Fragen in 240 Minuten. Fast alle beschreiben eine Situation: Ein Projekt hat ein Problem, gefragt ist die beste nächste Handlung im Sinne von PMI. Das ist nicht immer das, was im eigenen Unternehmen üblich ist. Seit Juli 2026 hat das geschäftliche Umfeld mit 26 % deutlich mehr Gewicht als vorher. In den Reddit-Beiträgen, die wir ausgewertet haben, nennen 20 Personen eine Lernzeit in Wochen (im Median drei Wochen) und 15 Personen eine in Monaten (im Median zweieinhalb Monate). Wer berufsbegleitend lernt, plant eher mit Monaten.

Geht die PMP-Zertifizierung ohne Studium?

Ja, mit mehr Berufserfahrung. Mit einem Sekundarabschluss verlangt PMI fünf Jahre Erfahrung in der Leitung von Projekten innerhalb der letzten zehn Jahre, mit einem berufsbildenden Abschluss auf EQR-Niveau 5 vier Jahre, mit Bachelor oder höher drei Jahre. Die 35 Stunden Schulung brauchen alle, außer sie haben ein gültiges CAPM.

Wie lange ist die PMP-Zertifizierung gültig?

Drei Jahre. In jedem Zyklus sind 60 PDU nötig (Professional Development Units, eine PDU entspricht einer Stunde), davon mindestens 35 aus Weiterbildung. Wer die Frist verpasst, wird ein Jahr gesperrt; danach erlischt die Zertifizierung, und nötig sind ein neuer Antrag und eine neue Prüfung.

Ist das CAPM eine Alternative für den Einstieg?

Das CAPM ist die Einstiegszertifizierung von PMI: ein Sekundarabschluss und 23 Stunden Schulung genügen, Projekterfahrung ist nicht nötig. Die Prüfung kostet 225 US-Dollar für Mitglieder und 300 US-Dollar ohne Mitgliedschaft. Zur Nachfrage in Stellenanzeigen: In den USA steht es in 1,7 % der Anzeigen für Projektmanager, in Großbritannien in 8 von 6.205 Anzeigen. Ein gültiges CAPM ersetzt später den Nachweis der 35 Stunden Schulung für das PMP.

PRINCE2 oder PMP: Was ist besser?

Das hängt von Ihrer Erfahrung und vom Arbeitgeber ab. PRINCE2 prüft eine konkrete Projektmethode mit Rollen, Phasen und Dokumenten; das Foundation-Level setzt keine Erfahrung voraus. Das PMP weist nach, dass jemand mehrere Jahre Projekte geleitet hat, und prüft klassische, agile und hybride Vorgehensweisen. Für eine internationale Laufbahn und US-Konzerne spricht das PMP, für Organisationen, die nach PRINCE2 arbeiten, etwa solche mit britischem Bezug, PRINCE2. Beides schließt sich nicht aus: Mit dem PMP können Sie direkt zum PRINCE2 Practitioner gehen. In Deutschland steht das PMP in 2,8 % der Anzeigen für Projektmanager (Oktober 2026). PRINCE2 taucht in 181 von 3.738 deutschen Anzeigen für Projektmanager auf.

Zahlt die Agentur für Arbeit die PMP-Vorbereitung?

Das ist möglich, aber nicht sicher. Ob Sie einen Bildungsgutschein erhalten, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall nach einem Beratungsgespräch. Kurs und Bildungsträger müssen von einer fachkundigen Stelle zugelassen sein. Zu den Kosten, die übernommen werden können, zählt die Agentur auch Prüfungsgebühren; welche es im konkreten Fall sind, klärt die Beratung. Mehr dazu im Ratgeber zum Bildungsgutschein. Wer selbst zahlt, kann die Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben.