Quereinstieg als Data Analyst: Braucht man ein Studium?
Nein, nach dem BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur, ist für den Data-Analyst-Quereinstieg kein Studium vorgeschrieben: Das Profil nennt keine vorgeschriebene Qualifikation. Arbeitgebende erwarten laut BERUFENET aber „häufig eine Weiterbildung oder ein Studium“ in Informatik, Mathematik oder Datenwissenschaft. Auf Adzuna, einer Suchmaschine für Stellenanzeigen, haben wir im Oktober 2026 in Deutschland 339 Anzeigen zum Suchbegriff „data analyst“ gezählt.
Ein Data Analyst ist laut BERUFENET jemand, der aus bestehenden Daten Informationen und Erkenntnisse für Unternehmen gewinnt. Dazu erschließen Data Analysts Datenquellen, bereinigen Messwerte, suchen nach Mustern und erstellen Statistiken. Die Anzeigenzahl oben ist keine Gesamtzahl aller Datenanalyse-Stellen: Anzeigen, die nur deutsche Bezeichnungen wie „Datenanalyst“ verwenden, sind nicht enthalten (Details).
So fangen Sie an, auch ohne konkrete Stelle: Gleichen Sie Ihre heutigen Aufgaben, etwa Auswertungen in Excel, mit dem BERUFENET-Profil ab. Suchen Sie dann drei Data-Analyst-Anzeigen heraus. Wie es danach weitergeht, steht Schritt für Schritt weiter unten.
Inhalt: Studium nötig? · Wege hinein · Werkzeuge · Zertifikate · Förderung · Entgeltatlas
Zahlen anzeigen
| Eintrag | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich | Indien | Brasilien | Mexiko | Frankreich | Deutschland |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Google Data Analytics | 7 Anzeigen | 0 Anzeigen | 2 Anzeigen | 4 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
| Tableau certification | 7 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
| PL-300 | 4 Anzeigen | 2 % | 2 Anzeigen | 5 Anzeigen | 0 Anzeigen | 1 Anzeige | 0 Anzeigen |
| SnowPro Core | 2 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
| Microsoft Excel certification (MOS) | 2 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
| Google Advanced Data Analytics | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
| Google Business Intelligence | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 1 Anzeige | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
| IBM Data Analyst | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen | 0 Anzeigen |
Was verlangen Stellenanzeigen für Data Analyst?
Sofortige Antwort aus Stellenanzeigen vom Oktober 2026. Ohne E-Mail.
Genannte Zertifizierungen
Gefragte Fähigkeiten
Quelle: Adzuna-Stellenanzeigen, Oktober 2026.
Ihr vollständiger Bericht
Zwei freiwillige Fragen passen Ihren ersten Schritt an. Ohne E-Mail.
Auf dieser Seite
- Data Analyst ohne Studium: Was sagt die Bundesagentur?
- Welche Wege führen in die Datenanalyse?
- Welche Kenntnisse braucht ein Data Analyst?
- Welche Zertifizierung passt zum Einstieg als Data Analyst?
- Was kostet der Einstieg, und wer fördert ihn?
- Was verdient ein Data Analyst laut Entgeltatlas?
- Was zeigen unsere Daten nicht?
- Quellen und Stand
Data Analyst ohne Studium: Was sagt die Bundesagentur?
Ein Studium schreibt das BERUFENET nicht vor; es nennt für Data Analysts gar keine vorgeschriebene Qualifikation. Zum Zugang steht im Profil (Datenstand 05.10.2026) wörtlich: „Arbeitgebende erwarten häufig eine Weiterbildung oder ein Studium in den Bereichen Informatik, Mathematik oder Datenwissenschaft.“
Das BERUFENET führt den Data Analyst als „berufliche Einsatzmöglichkeit“, also als Tätigkeitsfeld und nicht als Ausbildungsberuf. Als Arbeitgeber nennt es IT-Dienstleister und Softwarehersteller sowie die öffentliche Verwaltung. Dazu kommen Betriebe nahezu aller Wirtschaftsbereiche, in denen große Datenbestände verarbeitet werden.
Unter „Zugang zur Tätigkeit“ listet das Profil keinen Ausbildungsberuf. Genannt sind drei Abschlüsse; zwei davon führt das BERUFENET als „Weiterbildungsberuf“ (Beruf, den man über eine Weiterbildung erreicht):
- Bachelor Professional in IT (im BERUFENET unter „Bachelor und Master Professional“ geführt; Näheres haben wir nicht recherchiert)
- Geprüfter Berufsspezialist für Datenanalyse (in der weiblichen Form Geprüfte Berufsspezialistin)
- Geprüfter Berufsspezialist für Industrielle Transformation (kaufmännisch)
Dazu kommen Studienfächer wie Datenwissenschaft (Data Science), Informatik, Wirtschaftsinformatik, Statistik, Mathematik sowie Finanz- und Wirtschaftsmathematik.
Und der Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse?
Er ist ein anerkannter Ausbildungsberuf; das BERUFENET listet ihn aber nicht als Zugang zur Tätigkeit als Data Analyst. Laut BERUFENET prüfen Fachkräfte dieser Fachrichtung Arbeits- und Geschäftsprozesse auf informationstechnischer Ebene. Dazu gehört, Daten aufzubereiten und bereitzustellen und Abläufe effizienter zu machen oder zu automatisieren.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual, findet also im Betrieb und in der Berufsschule statt. Laut BERUFENET ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Grundlage ist die Fachinformatiker-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020, die vier Fachrichtungen kennt; Daten- und Prozessanalyse ist eine davon.
Welche Wege führen in die Datenanalyse?
Einen anerkannten Berufsabschluss erreichen Erwachsene unter anderem über eine Ausbildung, eine Umschulung oder die Externenprüfung. Kurszertifikate und Herstellerprüfungen nennt das BERUFENET-Profil des Data Analyst nicht als Zugang; sie können aber zeigen, dass Sie ein in einer Anzeige verlangtes Werkzeug kennen.
| Weg | Was am Ende steht | Zeitbedarf und Bedingungen |
|---|---|---|
| Duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse | anerkannter Abschluss im Ausbildungsberuf Fachinformatiker (Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse) | 36 Monate in Betrieb und Berufsschule; keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben |
| Umschulung (Ausbildung für Erwachsene, die den Beruf wechseln) | anerkannter Abschluss | bei dreijährigen Berufen laut Bundesagentur in der Regel zwei Jahre, laut IHK (Industrie- und Handelskammer) Nord Westfalen 24 Monate; in Teilzeit oder als Fernunterricht länger |
| Externenprüfung (Abschlussprüfung für Berufserfahrene ohne Ausbildung im Beruf) | anerkannter Abschluss | vorher Berufspraxis von mindestens dem Eineinhalbfachen der Ausbildungsdauer, bei drei Jahren 4,5 Jahre (eigene Rechnung) |
| Weiterbildung zum Geprüften Berufsspezialisten für Datenanalyse | Weiterbildungsberuf, im BERUFENET als Zugang genannt | Dauer und Prüfung haben wir nicht recherchiert; Auskunft gibt die zuständige IHK (Industrie- und Handelskammer) |
| Wechsel im eigenen Betrieb mit Kurs oder Zertifizierung | Kurs- oder Prüfungsnachweis, im BERUFENET-Profil nicht als Zugang genannt | hängt von Arbeitgeber und Anbieter ab |
Beide Angaben zur Umschulung beziehen sich auf dreijährige Berufe im Allgemeinen, nicht eigens auf den Fachinformatiker. Zuständige Stelle für die Berufsbildung in Industrie und Handel, also auch für diesen Beruf, ist nach § 71 Berufsbildungsgesetz (BBiG) die IHK.
Als eigenen Weg beschreibt keine der geprüften amtlichen Quellen den Wechsel im eigenen Betrieb. Laut BERUFENET präsentieren Data Analysts ihre Ergebnisse aber in den Fachabteilungen. In einem Reddit-Forum hielt eine Person den Wechsel im eigenen Unternehmen für die beste Option, weil man das Fachwissen mitbringe (Juli 2026, Einzelstimme aus einem überwiegend US-amerikanischen Forum).
Was gilt für die Externenprüfung?
Nach § 45 Abs. 2 BBiG kann auch ohne Ausbildung zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wer lange genug in genau dem Beruf gearbeitet hat, in dem geprüft wird. Verlangt ist mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer. Laut IHK Schwaben lässt sich eine einschlägige Ausbildung in einem anderen Beruf auf diese Zeit anrechnen.
Das Gesetz erlaubt die Zulassung außerdem ganz oder teilweise ohne Mindestzeit, wenn die berufliche Handlungsfähigkeit glaubhaft gemacht wird. Ob etwa Jahre im Controlling als Praxis im Beruf Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse zählen, haben wir nicht geprüft; fragen Sie dazu die zuständige IHK.
Wie geht man den Wechsel Schritt für Schritt an?
- Abgleichen: Gehen Sie die Aufgaben aus dem BERUFENET durch (Datenquellen erschließen, Rohdaten bereinigen, Kennzahlen festlegen, Ergebnisse grafisch aufbereiten und vorstellen) und haken Sie ab, was Sie schon gemacht haben.
- Anzeigen auswerten: Notieren Sie für die drei Anzeigen Werkzeuge, Zertifizierungen, Abschlüsse, verlangte Berufsjahre und, falls genannt, das Gehalt.
- Arbeitsprobe: Beantworten Sie eine Frage aus Ihrem Fachgebiet mit Daten, schreiben Sie Ziel, Quelle, Rechenweg und Ergebnis auf und legen Sie sie Ihren Bewerbungen bei. Verwenden Sie nur Daten, die Sie zeigen dürfen; das BERUFENET führt Datenschutz als Kernkompetenz.
- Entscheiden: Verlangen die Anzeigen ein Studium oder einen Berufsabschluss, folgt ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit oder der IHK. Nennen die Anzeigen ein Werkzeug wie Power BI, prüfen Sie den passenden Nachweis (siehe Abschnitt Zertifizierung).
Mehr zu Umschulung und Förderung beim Wechsel in die IT steht im Ratgeber Quereinstieg IT.
Welche Kenntnisse braucht ein Data Analyst?
Datenanalyse, Statistik und Datenaufbereitung: Diese Kernkompetenzen nennt das BERUFENET unter anderem, dazu Datenmodellierung (festlegen, wie Daten aufgebaut und verknüpft sind), Data Warehouse (eine zentrale Datenbank für Auswertungen), Datenbankadministration, Datenschutz und Mathematik. Als weitere Kompetenzen führt es unter anderem Business Intelligence (Auswertung von Unternehmensdaten für Entscheidungen), Cloud Computing (Rechenleistung und Speicher über das Internet), Machine Learning (Software, die aus Daten Muster lernt) und Präsentation.
Das BERUFENET-Profil nennt Software nur allgemein als „Statistik- und Analysesoftware“, ohne Produktnamen. Konkrete Werkzeuge stehen in den Lehrplänen der Anbieter:
| Werkzeug | Kurz erklärt | Wo genannt |
|---|---|---|
| Tabellenkalkulation | Rechnen und Sortieren in Tabellen, etwa mit Excel | Google-Data-Analytics-Kurs |
| SQL | Abfragesprache, mit der man Daten aus Datenbanken holt | Google-Data-Analytics-Kurs |
| Python | Programmiersprache, auch für Datenauswertung | Google-Data-Analytics-Kurs |
| Tableau | Software für Grafiken und Dashboards (Übersichtsseiten mit Kennzahlen) | Google-Data-Analytics-Kurs; eigene Zertifizierung |
| Power BI mit Power Query und DAX | Microsofts Software für Berichte und Dashboards; Power Query lädt und bereinigt Daten, DAX (Data Analysis Expressions) ist die Formelsprache | Prüfung PL-300 |
Quellen: Lehrplan des Google-Data-Analytics-Zertifikats auf Coursera und Prüfungsseite der PL-300 bei Microsoft (Abrufdaten unter Quellen und Stand).
Wer schon mit Tabellenkalkulationen arbeitet, kennt damit ein Werkzeugfeld aus dem Google-Lehrplan. Neu wären dann SQL, Python und ein Berichtswerkzeug wie Power BI oder Tableau. Die Reihenfolge bestimmen die drei Anzeigen aus Schritt 2: Was in mindestens zwei davon steht, lernen Sie zuerst.
Welche Zertifizierung passt zum Einstieg als Data Analyst?
Es gibt zwei Arten von Nachweisen: beaufsichtigte Prüfungen beim Hersteller (PL-300, Tableau) und Kurszertifikate nach einem Onlinekurs (Google, IBM). Eine belegte Rangfolge gibt es nicht. Ohne Zielstelle hilft eine einfache Regel: Wer eine Prüfung auf Deutsch ablegen will, findet sie bei der PL-300 von Microsoft (Stufe „Fortgeschrittene Anfänger“). Wer ohne Vorkenntnisse mit einem Onlinekurs beginnen will, findet Kurse der Stufe „Anfänger“ bei Google und IBM. Welche Zertifizierung für Data Analysts in Ihrer Region gefragt ist, zeigen die Anzeigen Ihrer Zielstellen. Zertifizierungsbegriffe in deutschen Anzeigen haben wir für den Oktober 2026 noch nicht ausgewertet.
In Großbritannien stand der Begriff „pl-300“ im Oktober 2026 in 14 der 741 britischen Anzeigen mit dem Suchbegriff „data analyst“. In den USA stand „google data analytics“ im Oktober 2026 in 7 der 6.094 US-amerikanischen Anzeigen zum selben Suchbegriff; das ist eine kleine Zahl. Beide Werte gelten nur für ihr Land und sagen nichts über Deutschland.
Die Prüfungen und Kurse im Überblick, laut Anbieterseiten (Abrufdaten unter Quellen und Stand). „Beaufsichtigt“ heißt, dass eine Aufsicht die Prüfung überwacht, je nach Anbieter im Testzentrum oder online:
| Nachweis | Art und Umfang | Preis laut Anbieter (Stand 12. Oktober 2026; Coursera USA 11. Oktober) | Auf Deutsch? | Verlängerung |
|---|---|---|---|---|
| PL-300 (Microsoft Certified: Power BI Data Analyst Associate) | beaufsichtigte Prüfung, 100 Minuten, bestanden ab 700 Punkten auf Microsofts Skala | 126 € in Deutschland | ja | jährlich, kostenlos online |
| Google Data Analytics (Kurszertifikat auf Coursera) | neun Kurse, rund sechs Monate bei zehn Stunden pro Woche; keine beaufsichtigte Prüfung | Coursera-Abo: 49 US-Dollar im Monat in den USA und Kanada; Preis für Deutschland nicht angezeigt | Unterricht auf Englisch | keine Angabe |
| Tableau Certified Data Analyst (Salesforce) | beaufsichtigte Prüfung, 60 Fragen plus fünf unbewertete, 105 Minuten, bestanden ab 65 % | 200 US-Dollar plus Steuern | nein (Englisch, Japanisch) | jährliches Lernmodul bei Salesforce |
| IBM Data Analyst (Kurszertifikat auf Coursera) | elf Kurse, rund vier Monate bei zehn Stunden pro Woche; keine beaufsichtigte Prüfung | auf der Programmseite nicht angezeigt (Stand 3. Oktober 2026) | nicht geprüft | keine Angabe |
Stufen und Voraussetzungen laut Anbieter. Für die PL-300 nennt Microsoft keine formale Voraussetzung; als Stufe gibt es „Fortgeschrittene Anfänger“ an. Google beschreibt seinen Kurs als Stufe „Anfänger“ mit „kein Abschluss oder Erfahrung erforderlich“; IBM nennt ebenfalls die Stufe „Anfänger“. Salesforce nennt für die Tableau-Prüfung keine Voraussetzung, empfiehlt aber rund sechs Monate Erfahrung mit Tableau. Eine deutschsprachige Prüfung ist nur für die PL-300 belegt. Der Google-Kurs wird auf Englisch unterrichtet; eine deutsche Fassung haben wir nicht geprüft. Die Tableau-Prüfung gibt es auf Englisch und Japanisch.
Die Anzeigenzahlen sagen nur, wie oft ein Begriff vorkommt, nicht, mit welchem Nachweis jemand eingestellt wird.
Was prüft die PL-300?
Microsoft prüft vier Bereiche: Daten vorbereiten, Daten modellieren, visualisieren und analysieren sowie Power BI verwalten und absichern. Wer die Prüfung ablegt, sollte laut Microsoft mit Power Query und DAX vertraut sein.
Die Gebühr beträgt in Deutschland 126 € (Preisstand wie in der Tabelle oben); laut Microsoft richtet sich der Preis nach dem Land, in dem die Prüfung beaufsichtigt wird. Die Zertifizierung gilt zwölf Monate. Erneuert wird sie kostenlos mit einer Online-Prüfung ohne Aufsicht, die in den sechs Monaten vor Ablauf offensteht und die Gültigkeit um ein Jahr verlängert.
Was bringt das Google-Data-Analytics-Zertifikat?
Das Google-Data-Analytics-Zertifikat ist ein Kurszertifikat: Google stellt die Kursreihe auf der Lernplattform Coursera bereit, eine Prüfung unter Aufsicht gehört nicht dazu. Es richtet sich an Einsteigende und behandelt Tabellenkalkulation, SQL, Python und Tableau. Unterrichtet wird auf Englisch; die Seite nennt fünf verfügbare Sprachen, ohne sie aufzuzählen.
Auf der deutschen Kursseite heißt es „von Arbeitgebern anerkanntes Zertifikat“. Das ist eine Aussage des Anbieters, kein unabhängiger Beleg für Deutschland; Erfahrungen von Teilnehmenden in Deutschland haben wir nicht ausgewertet.
Bezahlt wird über ein Coursera-Abo. Einen Preis für Deutschland zeigte die deutsche Kursseite beim Abruf (Datum unter Quellen und Stand) nicht; sie bietet eine kostenlose Anmeldung und eine Testversion an. Für die USA und Kanada nennt Coursera 49 US-Dollar im Monat nach sieben Tagen Testphase (Preisstand wie in der Tabelle).
Was kostet der Einstieg, und wer fördert ihn?
Für die Prüfungen allein nennen die Anbieter 126 € (PL-300 in Deutschland) und 200 US-Dollar plus Steuern (Tableau), Preisstand wie in der Tabelle. Die Prüfungsgebühr ist nicht der Gesamtpreis: Kosten für Vorbereitung (Kurse, Übungsmaterial) haben wir nicht erhoben. Beim Google-Zertifikat zahlt man so viele Monatsbeiträge, wie man für den Kurs braucht (Tabelle im Abschnitt Zertifizierung). Bei den rund sechs Monaten, die Coursera als Richtwert nennt, wären das 6 × 49 US-Dollar = 294 US-Dollar. Das ist eine eigene Rechnung mit dem US-Preis, ohne Testphase und Steuern; einen Preis für Deutschland zeigte die Seite nicht. Die Agentur für Arbeit kann eine berufliche Weiterbildung über einen Bildungsgutschein fördern; ob die Voraussetzungen erfüllt sind, klärt sie im persönlichen Beratungsgespräch.
Der Weg dorthin führt über einen Termin bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter, falls Sie dort betreut werden. Bringen Sie die Aufgabenliste aus dem ersten Schritt und die drei ausgewerteten Anzeigen mit und fragen Sie konkret nach dem Kurs, den Sie im Blick haben.
Was gilt beim Bildungsgutschein?
Mit dem Bildungsgutschein kann die Agentur für Arbeit die Kosten einer Weiterbildung übernehmen. Welche individuellen Voraussetzungen dafür gelten, bespricht sie laut ihrer Seite zum Bildungsgutschein im persönlichen Beratungsgespräch.
Kursanbieter (Bildungsträger) und Weiterbildung brauchen eine Zulassung durch eine fachkundige Stelle (eine dafür anerkannte Zulassungsstelle). Grundlage ist die AZAV, die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Zu den Kosten, die übernommen werden können, zählt die Bundesagentur unter anderem Lehrgangsgebühren samt Lernmitteln, Prüfungsgebühren, Fahrkosten und Kinderbetreuung.
Eine Aussage zu Herstellerprüfungen wie PL-300 oder Tableau haben wir weder auf der Bildungsgutschein-Seite noch im Merkblatt 6 der Bundesagentur gefunden. Laut Bundesagentur gibt ausschließlich die Agentur für Arbeit vor Ort verbindliche Auskunft zu gesetzlichen Fördermöglichkeiten.
Unser Ratgeber zum Bildungsgutschein erklärt den Ablauf der Beratung. Der Ratgeber Weiterbildung gibt einen Überblick über Kursarten, und der Ratgeber IHK-Zertifikat zeigt, was hinter einem IHK-Zertifikat steckt.
Was verdient ein Data Analyst laut Entgeltatlas?
Laut Entgeltatlas, der Gehaltsstatistik der Bundesagentur, liegt das Medianentgelt für Data Analysts bei 5.924 € brutto im Monat (Vollzeit, Deutschland, alle Altersgruppen, Datenstand: Entgeltatlas 2025). Median bedeutet: Die Hälfte der erfassten Beschäftigten liegt darüber, die andere Hälfte darunter.
Das untere Quartil liegt bei 4.732 €, das obere bei 7.357 €: Ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als 4.732 €, ein Viertel mehr als 7.357 €.
Eingeordnet ist der Wert in die Berufsgattung „Berufe in der Datenbankentwicklung & -administration - komplexe Spezialistentätigkeiten“; eine Berufsgattung bündelt verwandte Berufe. Der Entgeltatlas ordnet das Profil Data Analyst dieser Berufsgattung zu. Das Anforderungsniveau ist Spezialist, eine Einstufung nach dem Anspruch der Tätigkeit. Ein Einstiegsgehalt oder ein Wert für den Quereinstieg ist das nicht. Steht in Ihren drei Zielanzeigen ein Gehalt, notieren Sie es; es sagt mehr über Ihren Einstieg als der Median.
Für den Ausbildungsberuf Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse, den das BERUFENET nicht als Zugang nennt, weist der Entgeltatlas einen Median von 4.945 € aus. Er gilt für das Niveau Fachkraft und eine andere Berufsgattung; mit dem Data-Analyst-Wert ist er deshalb nicht direkt vergleichbar.
Was zeigen unsere Daten nicht?
Für Deutschland haben wir im Oktober 2026 nur Anzeigen zum Suchbegriff „data analyst“ gezählt; englische Zertifizierungsbegriffe nur in britischen und US-amerikanischen Anzeigen. Die Zählung erfasst weder Abschlüsse noch Berufsjahre, Sprachkenntnisse oder Werkzeuge in deutschen Anzeigen; Begriffe wie „Studium“ oder „Ausbildung“ gehörten nicht zur Suche.
- Englischer Suchbegriff: Gezählt wurden Anzeigen, die Adzuna bei der Suche nach „data analyst“ liefert. Nach Datenanalyst, BI-Analyst oder Reporting-Analyst haben wir nicht gesucht, und bei Zertifizierungen nur nach englischen Begriffen; alle Zahlen erfassen daher nur Anzeigen mit dem englischen Suchbegriff.
- Muss oder Kann: Ob ein Begriff als Voraussetzung oder als Plus in der Anzeige steht, unterscheidet die Zählung nicht. Sie bildet einen Monat ab, keine Entwicklung.
- Ohne Beleg: Keine geprüfte Quelle zeigt, wie oft Arbeitgeber Menschen ohne Studium als Data Analyst einstellen. Offen bleibt auch, was Coursera in Deutschland kostet.
Die Zählweise erklärt unsere Methodik.
Quellen und Stand
Abrufdaten 2026:
- Oktober: BERUFENET und Entgeltatlas der Bundesagentur, BIBB-Berufesuche, Bildungsgutschein-Seite, Microsofts Seite zur PL-300, deutsche Coursera-Seite des Google-Zertifikats, Tableau-Gebühren.
- Oktober: US-Preis bei Coursera und Reddit-Beitrag.
- Oktober: Prüfungsbereiche, Bestehensgrenze und Verlängerung der PL-300, Tableau-Sprachen und -Bestehensgrenze, IBM-Kurs.
- bis 11. Oktober: Gesetzestexte, IHK-Seiten, Merkblatt 6 und die übrigen Seiten der Bundesagentur.
Quellen:
- Stellenanzeigen: Adzuna für Deutschland, Großbritannien und die USA, Suchbegriff „data analyst“, Oktober 2026, Begriffe „pl-300“ und „google data analytics“; ausgewertet von CertWorthIt.
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET zum Data Analyst und zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse (Datenstand 5. Oktober 2026); Entgeltatlas zum Data Analyst und zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse (Entgeltatlas 2025); Förderung beruflicher Weiterbildung; Umschulung, Rahmenbedingungen.
- Gesetze und Verordnungen: BBiG § 71; AZAV § 1; FIAusbV § 2 (Fachinformatiker-Ausbildungsverordnung); BIBB-Berufesuche des Bundesinstituts für Berufsbildung.
- IHK Nord Westfalen: Umschulung.
- Anbieter: Microsoft, PL-300 / Power BI Data Analyst Associate, Studienleitfaden und Verlängerung; Coursera, Google Data Analytics und IBM Data Analyst; Salesforce, Tableau Certified Data Analyst und Prüfungsvorbereitung.
- Forum: Beitrag auf Reddit, r/analytics (abgerufen am 11. Oktober 2026).
Die Anzeigenzahlen aktualisieren wir jeden Monat; die übrigen Quellen sind im Text verlinkt.
Häufige Fragen
Kann man ohne Studium Data Analyst werden?
Das BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, nennt für Data Analysts keine vorgeschriebene Qualifikation (Datenstand 5. Oktober 2026). Es führt den Data Analyst als „berufliche Einsatzmöglichkeit“, also als Tätigkeitsfeld, nicht als Ausbildungsberuf. Zum Zugang steht dort: „Arbeitgebende erwarten häufig eine Weiterbildung oder ein Studium in den Bereichen Informatik, Mathematik oder Datenwissenschaft.“ Als Zugang nennt das Profil unter anderem den Geprüften Berufsspezialisten für Datenanalyse, einen „Weiterbildungsberuf“ (Beruf, den man über eine Weiterbildung erreicht), dazu Studienfächer wie Statistik; einen Ausbildungsberuf nennt es nicht. Ob für eine bestimmte Stelle ein Studium verlangt wird, steht in der jeweiligen Anzeige.
Welche Zertifizierung ist für den Einstieg als Data Analyst sinnvoll?
Eine belegte Rangfolge gibt es nicht. Ohne Zielstelle hilft eine einfache Regel: Wer eine Prüfung auf Deutsch ablegen will, findet sie bei der PL-300 von Microsoft (Stufe „Fortgeschrittene Anfänger“). Wer ohne Vorkenntnisse mit einem Onlinekurs beginnen will, findet Kurse der Stufe „Anfänger“ bei Google und IBM. Welche Zertifizierung für Data Analysts in Ihrer Region gefragt ist, zeigen die Anzeigen Ihrer Zielstellen. Wie oft deutsche Anzeigen eine Zertifizierung nennen, haben wir für den Oktober 2026 nicht ausgezählt. Die PL-300 ist die Prüfung zur Microsoft-Zertifizierung für Power BI (Software für Berichte und Grafiken) und wird unter Aufsicht abgelegt. Die Kurse von Google und IBM laufen auf der Lernplattform Coursera und enden mit einem Kurszertifikat; der Google-Kurs wird auf Englisch unterrichtet.
Ist die Power-BI-Zertifizierung PL-300 für den Quereinstieg sinnvoll?
Die PL-300 ist die Prüfung zur Zertifizierung „Microsoft Certified: Power BI Data Analyst Associate“; Power BI ist Microsofts Software für Berichte und Grafiken. Die Prüfung wird beaufsichtigt, also von einer Aufsicht überwacht, dauert 100 Minuten und ist laut Microsoft auf Deutsch verfügbar. In Deutschland kostet sie laut Microsoft 126 € (abgerufen am 12. Oktober 2026); der Preis richtet sich nach dem Land, in dem die Prüfung abgelegt wird. Die Zertifizierung muss jedes Jahr verlängert werden, laut Microsoft kostenlos online. Auf Adzuna, einer Suchmaschine für Stellenanzeigen, stand „pl-300“ im Oktober 2026 in 14 der 741 britischen Anzeigen, die Adzuna für den Begriff „data analyst“ lieferte; über deutsche Anzeigen sagt diese Zahl nichts.
Ist das Google-Data-Analytics-Zertifikat anerkannt?
Das Google-Data-Analytics-Zertifikat ist ein Kurszertifikat von Google auf der Lernplattform Coursera, keine beaufsichtigte Prüfung. Die Kursreihe umfasst neun Kurse; Coursera nennt die Stufe Anfänger und rund sechs Monate bei zehn Stunden pro Woche. Unterrichtet wird auf Englisch. Google nennt es auf der deutschen Kursseite ein „von Arbeitgebern anerkanntes Zertifikat“; das ist eine Aussage des Anbieters, kein unabhängiger Beleg für Deutschland. Das BERUFENET-Profil des Data Analyst nennt Kurszertifikate nicht als Zugang. Bezahlt wird über ein Coursera-Abo: In den USA und Kanada kostet es 49 US-Dollar im Monat nach sieben Tagen Testphase (Stand 11. Oktober 2026); einen Preis für Deutschland zeigte die Seite am 12. Oktober 2026 nicht. Auf Adzuna, einer Suchmaschine für Stellenanzeigen, stand „google data analytics“ im Oktober 2026 in 7 der 6.094 US-amerikanischen Anzeigen, die Adzuna für den Begriff „data analyst“ lieferte; das ist eine kleine Zahl, und über deutsche Anzeigen sagt sie nichts.
Zahlt die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung zum Data Analyst?
Ob eine Weiterbildung in Richtung Data Analyst über einen Bildungsgutschein gefördert wird, klärt die Agentur für Arbeit im persönlichen Beratungsgespräch. Mit dem Bildungsgutschein kann die Agentur für Arbeit die Kosten einer Weiterbildung übernehmen. Laut Bundesagentur für Arbeit müssen dafür individuelle Voraussetzungen erfüllt sein. Bildungsträger und Kurs müssen von einer fachkundigen Stelle zugelassen sein; Grundlage ist die AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung). Ob Kurse zu PL-300, Google Data Analytics oder zur Tableau-Prüfung von Salesforce darunterfallen, dazu haben wir auf der Bildungsgutschein-Seite der Bundesagentur keine Angabe gefunden (Stand Oktober 2026).
Was verdient ein Data Analyst laut Entgeltatlas?
Der Entgeltatlas, die Gehaltsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, nennt für Data Analysts in Deutschland ein Medianentgelt von 5.924 € brutto im Monat bei Vollzeit. Der Median ist der mittlere Wert: Die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger. Der Wert gilt für die Berufsgattung (eine Gruppe verwandter Berufe) „Berufe in der Datenbankentwicklung & -administration - komplexe Spezialistentätigkeiten“ auf dem Anforderungsniveau Spezialist, einer Einstufung nach dem Anspruch der Tätigkeit (Datenstand: Entgeltatlas 2025). Ein Einstiegsgehalt oder ein Wert für den Quereinstieg ist das nicht.